„Jetzt und Hier“ am Postplatz: Standort

Der Postplatz Dresden liegt im Schnittpunkt der Nord-Süd und West-Ost-Tangenten der Stadt. Seine Gestaltungskraft gewinnt er aus der bereits vorhandenen Bebauung von Dresdner Zwinger und Schauspielhaus. Nach allem was bekannt ist, nehmen die Bebauungspläne für Areale im näheren Umfeld des Kernpunktes in den Grundzügen den Charakter der ursprünglichen Architektur vor der Zerstörung Dresdens wieder auf. Das führt zu einer deutlichen Belebung des aktuell kaum ausgeprägten Nutzungsprofils, sehr zum Vorteil des vorliegenden Projektes.

Stärken:  

  •  Exponierte Innenstadtlage
  •  Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  •  Attraktive, harmonische Bebauung im unmittelbaren Umfeld
  •  Berühmte Kunst- und Kultureinrichtungen der Stadt vis-à-vis
  •   Anmutige Flächennutzung rund um das Gebäude (Park- und Grünflächen, überdachter Freisitz)



Architekturkonzept

Dieses verhältnismäßig kleine Bauwerk steht auf einem großen Platz, dem Postplatz, umgeben von wichtigen Bauten, darunter Zwinger und Schauspielhaus. Zu seinen Kernaufgaben gehört, einen Bezug zu Nutzung und Geschichte herzustellen, sich in Fern- und Nahwirkung eingliedern, sich dabei als Solitär zu behaupten und in alle Richtungen Lebensfreude auszustrahlen. Deswegen entspricht das Architektur-Konzept einer 360° Skulptur.

Die Architektur „Im Jetzt und Hier“ bringt Tradition und Moderne zusammen. Als Gesamtkunstwerk sind in dem Gebäude historische Architekturmerkmale mit moderner Formensprache vereint. Dieses Bauwerk entspricht der jetzigen Zeit, dem hiesigen Ort, und sendet ein selbstbewusstes Signal in die Zukunft. „Als Baukünstler hat man die Aufgabe, für dieses Projekt eine architektonische Sprache zu finden, die den Geist der Stadt Dresden zum Ausdruck bringt. Ich denke an das 360° Seh-Erlebnis, das eine lebendige Architektur anbietet. Wenn man sich durch den Raum bewegt, bewegen sich auch die Zeit und das Bauwerk im Auge des Betrachters. Deswegen ist dieser 360°-Entwurf eine Hommage an die Ganzheitlichkeit des Denkens und Sehens. Er ist nicht nur in der Gegenwart verankert, sondern fungiert als eine Art Zeitkapsel für die Zukunft. Wenn man Architektur von dieser Besonderheit schafft an solch besonderen Orten, dann schafft man auch Zeitmaschinen für nachkommende Generationen.“ Ruairí O‘Brien


„Jetzt und Hier“ : Eine Hommage an die Internationalität der Stadt

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„Jetzt und Hier“ am Postplatz: Architekturbeschreibung

Das Bauwerk „Im Jetzt und Hier“ hat vier Etagen, einen Keller und ein Dachgeschoss. Die Traufhöhe ist 15 m. Die Grundfläche des Grundstücks und des Gebäudes sind nahezu identisch (ca. 260 m²). Nur das Tiefgeschoss und das Erdgeschoss weichen davon ab. Sie sind zurückgesetzt, da das Grundstück vom Schutzstreifen eines Mischwasserkanals tangiert wird, der nicht überbaut werden darf. Das Gebäude beherbergt zwei Restaurants, 8 Apartments sowie eine Kunstgalerie. Es bereichert mit seiner gastronomischen und kulturellen Nutzung den Postplatz und gibt ihm eine funktionale wie gestalterische Aufwertung. Die Rückgewinnung des Platzes durch die Dresdner Bevölkerung als gern genutzter und beliebter öffentlicher Raum wird positiv unterstützt. Die Architektur wird dem anspruchsvollen Niveau gerecht, das durch die Nachbarschaft von Schauspielhaus und den Zwinger herausgefordert wird, ohne diese historischen Bauwerke zu bedrängen.


„Jetzt und Hier“ am Postplatz: Innen-Perspektiven

Das dritte Obergeschoss ist vorgesehen für Gasträume des Restaurants Mario Pattis. Aus dem Barock in eine moderne Formensprache übertragene Elemente, wie Ellipsen und Rundungen, wirken atmosphärisch prägend auf das Ambiete. Das Restaurant bietet nach allen Seiten jeweils eine große Eröffnung mit Perspektiven, die durch die skulpturale Behandlung der Fassade Bildausschnitte von dem umliegenden Platz nach innen zum Gast bieten, wobei kein Blick dem anderen gleicht, sondern alle durch die unterschiedlichen Eröffnungen ihre Besonderheit haben. Zur südlichen Piazza eröffnet sich zudem ein Balkon.

Dem Bistro-Bereich wird mit einem Zwischengeschoss in der Fassade eine Großzügigkeit gegeben, die dem Bauwerk ein Streben nach oben verleiht. Der „Sockel“ steht elegant und stolz auf dem Platz, schafft Leichtigkeit und Grandesse zugleich mit seinem sicheren Auftreten.


„Jetzt und Hier“ am Postplatz: Materialen Fassade

Die Wirkung des skulpturalen Bauwerkes ergibt sich auch aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien in Fassade und Ambiente, aus Licht und Schatten bei Tag und bei Nacht.


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